So, gestern bin ich bei den komischen Christenboys stehen geblieben, heute geht es weiter mit dem Trip nach Neuss.
Fahrt unspektakulär. Bis auf die Strecke von Düsseldorf nach Neuss. Da habe ich nämlich was gelernt. Von einer frustrierten Friseurin. Die hat nämlich ganz ensetzt ihrer Freundin erzählt, was bei der Arbeit passiert ist. Da musste sie ihrer Chefin nämlich den Vogel zeigen, weil die dumme Kuh doch tatsächlich wollte, dass sie ihre Kundin über ihren Feierabend hinaus fertig fönt. Das Allerletzte. Schließlich kann sie ja “nix dafür, dass der Laden so voll ist, Alter!”. Wieder was über Arbeitskultur gelernt.
Im Düsseldorfer Hbf gibt es auch fast alles, unter anderem so abgefahrene Wassersäulen:

Okay, dann also mit dem Taxi zum Hotel (Holiday Inn Düsseldorf-Neuss), gemütlich eingecheckt und dann ins Zimmer 115… Und das sieht so aus..

… und war ungefähr so groß wie die Wohnung hier in Hamburg. Okay, nicht ganz. Überraschend auch die Küchenzeile im einen Kleiderschrank:

Das ganze war übrigens das Einzelzimmer zum Firmentarif.. Entweder haben sie es verbauert oder es war nix anderes mehr frei.
Leider durfte ich nur eine Nacht drin schlafen, die aber immerhin ziemlich lang. Dann gemütlich das Frühstück reingesnackt, wobei es keine frischen Waffeln gab. Dafür drei verschiedene Sorten Melonen.
Um 11:00 Uhr ging es dann zur Installation der Server-Software. Meine Aufgabe: Zuschauen, dass der externe Mitarbeiter keinen Mist baut. Klingt fair, ist aber auch langweilig. Bisschen was hab ich zwar schon gelernt, aber funktioniert hat halt nichts. Nach sechs Stunden haben wir dann aufgegeben, dafür hab ich dann natürlich auch um vier Minuten den ICE nach Hamburg verpasst. Also nur 56 Minuten warten.
Vorteil: Zug leer. Nach Bochum oder so hatte ich dann ein 6er-Abteil für mich allein und nachdem ich “Die Zeit - Campus” (lame), “Handelsblatt Junge Karriere” (interessant, um zu sehen, dass ich bei Google weniger verdienen würde) und die Wirtschaftswoche (lame) gelesen habe, konnte ich dann gemütlich versuchen zu schlafen.
Neu gelernt: Die Kopfpolster kann man abmontieren! Wer es nachmachen will: An der geraden Seite des Pöbbels einfach ausklinken und ab gehts. Empfehlenswert: Mit einem Kissen die unangenehme Lücke zwischen zwei Sitzen ausgleichen, zwei weitere als Kopfkissen und dann gehts so ab:

Irgendwann so 2220 oder so war ich dann in Hamburg und dann kam es: Das grundzufriedene Welcome-Home-Schmunzeln, das erste Mal in Hamburg. Das habe ich immer dann, wenn ich von irgendwo nach Hause komme. Nur dauert es halt eine Weile, bis ich mich irgendwo zu Hause fühle. In Koblenz hatte ich dieses Gefühl auch nach drei Monaten nicht, in Mannheim so ungefähr nach zwei Jahren. Und hier in Hamburg? Nach 10 Tagen! Unfassbar. Da konnte weder die Kotze vorm U-Bahn-Eingang meine Laune nicht trüben, noch die um 30 Sekunden verpasste U-Bahn meine Laune trüben.
So, gleich Waschmaschine ausräumen und evtl. Smokin Aces anschauen. Heute habe ich auch meinen ersten Kasten Bier in Hamburg gekauft. Okay, nur ein 11er-Kasten. Dafür halt Astra. Sau stark. Aber leider nicht das Astra Rotlicht. Schade.